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Eine Panoramakamera erfasst einen ganzen Raum in einer einzigen 360°-Ansicht. Sie erhält Farben, Texturen, Möbel, Wände und nahezu jedes sichtbare Detail. Doch wenn ein Kunde eine einfache Frage stellt – etwa nach der Breite einer Türöffnung, dem Abstand zwischen zwei Säulen oder der Deckenhöhe –, kann das Bild allein oft keine verlässliche Antwort liefern.
Genau diese Lücke soll Pocket 3D schließen.
Anstatt die von Kreativen und Profis bereits genutzten Panoramakameras zu ersetzen, erweitert Pocket 3D das bestehende Insta360- und DJI Osmo-Ökosystem um LiDAR SLAM, echte physikalische Skalierung und einen vollständigen Verarbeitungs-Workflow. Es wandelt attraktive Panoramaaufnahmen in messbare räumliche Daten um und unterstützt gleichzeitig die fotorealistische 3D-Rekonstruktion mittels Gaussian Splatting.
Für Kunden, denen mobile Scan-Anwendungen nicht ausreichen, die aber weder die Kosten noch die millimetergenaue Präzision eines Vermessungslaserscanners benötigen, bietet Pocket 3D einen praktischen Mittelweg zwischen visueller Erfassung und professioneller Realitätserfassung.
Panoramakameras sind primär für die Aufzeichnung visueller Informationen konzipiert. Ihr größter Vorteil liegt in ihrer Fähigkeit, ein vollständiges Sichtfeld ohne erkennbare tote Winkel zu erfassen, wodurch sie sich hervorragend für virtuelle Rundgänge, Social Media, Reiseinhalte, Immobilienpräsentationen und visuelle Dokumentationen eignen.
Ein Panoramabild enthält jedoch nicht automatisch ein zuverlässiges Koordinatensystem der realen Welt. Es kann zwar zwei Säulen darstellen, kennt aber möglicherweise nicht den tatsächlichen Abstand zwischen ihnen. Es kann eine Wand zeigen, aber nicht immer bestimmen, ob diese drei oder fünf Meter breit ist.
Diese Einschränkung wird umso bedeutsamer, wenn Kunden Folgendes wünschen:
Brillante Bilder und messbare Geometrie lösen unterschiedliche Probleme. Pocket 3D vereint beides in einem einzigen Aufnahmesystem.
Viele bildbasierte 3D-Rekonstruktionssysteme nutzen Structure from Motion, kurz SfM. Die Software vergleicht visuelle Merkmale in vielen Bildern und schätzt, wie sich die Kamera im Raum bewegt hat.
Diese Methode kann beeindruckende Ergebnisse liefern, wenn die Szene ausreichend Textur, eine stabile Beleuchtung und klar erkennbare visuelle Merkmale aufweist. In weniger günstigen Umgebungen kann die berechnete Kamerabewegung jedoch unzuverlässig werden.
Eine schlichte weiße Wand bietet der Software nur wenige markante Merkmale, anhand derer sie zuordnen kann. Wiederholte Fenster, Fliesen, Korridore oder ähnliche Architekturelemente können dazu führen, dass ein Teil der Szene einem anderen nahezu identisch erscheint. Ohne verlässliche Referenzpunkte kann die Positionsbestimmung ungenau werden.
In Tiefgaragen oder schlecht beleuchteten Innenräumen erschweren höheres Bildrauschen und geringerer Kontrast die Erkennung visueller Merkmale. Helle und dunkle Bereiche innerhalb derselben Route können zusätzliche Unregelmäßigkeiten verursachen.
Selbst kleine Positionsfehler können sich über die Distanz summieren. Nach dem Scannen eines 200 Meter langen Korridors stimmt die geschätzte Endposition möglicherweise nicht mehr mit dem Startpunkt überein, was zu einer sichtbaren Trennung oder Verformung im Modell führt.
Die SfM-Rekonstruktion erzeugt im Allgemeinen eine Geometrie, die nur bis auf eine Ähnlichkeitstransformation definiert ist. Praktisch bedeutet das, dass das Modell die Form und die Beziehungen innerhalb einer Szene erfassen kann, ohne die tatsächliche Länge eines Meters zu kennen.
Ohne einen externen Maßstab wird die zuverlässige Messung von Entfernung, Fläche und Höhe schwierig. Dies ist eines der Haupthindernisse, das den direkten Einsatz herkömmlicher Panoramakamera-Workflows für die professionelle räumliche Dokumentation verhindert.
Pocket 3D verfolgt einen anderen Ansatz als die Entwicklung einer weiteren proprietären Kamera. Sie integriert LiDAR SLAM in das Panoramakamera-Ökosystem, das vielen Kunden bereits bekannt ist.
Die Lösung besteht aus drei Hauptkomponenten.
Das LiDAR-Modul erfasst 48.000 Punkte pro Sekunde . Anhand dieser Punkte werden Position, Ausrichtung und zurückgelegte Strecke des Geräts berechnet und der Erfassungsroute ein realer physikalischer Maßstab zugewiesen.
Anstatt visuelle Software aufzufordern, die gesamte Flugbahn allein anhand von Bildern zu schätzen, verwendet Pocket 3D Lasergeometrie, um eine zuverlässigere räumliche Grundlage zu schaffen.
Pocket 3D unterstützt gängige Panoramakameras von Marken wie Insta360 und DJI Osmo . Kunden können eine kompatible Kamera über die standardisierte Schnittstelle anschließen, anstatt ein separates, proprietäres Bildgebungsmodul zu erwerben.
Die Panoramakamera liefert satte Farben und visuelle Details, während das LiDAR-Modul Geometrie, Position und Maßstab erfasst.
Die Software unterstützt die Datenerfassung und -verarbeitung mit nur einem Klick und erzeugt aus den erfassten Daten Punktwolken- und 3DGS-Ergebnisse. Kartierung, Modelltraining und Ergebnisdarstellung sind kostenlos, ebenso wie Software-Updates und der enthaltene Workflow ohne jährliche Abonnementgebühr.
Das Gerät wird über einen separaten Griff permanent mit Strom versorgt und bleibt leicht genug für die einhändige Handhabung, wodurch es sich für schnelle Arbeiten im Innen- und Außenbereich eignet.
Herkömmliche 3DGS-Workflows basieren häufig ausschließlich auf visuellen Eingangsdaten. Wenn die Quellbilder Bereiche mit geringer Textur oder instabile Posen aufweisen, kann das rekonstruierte Modell freie Artefakte, ungeordnete Gaußsche Punkte oder verzerrte Strukturen enthalten.
Pocket 3D verwendet eine fusionierte 3DGS-Trainingsarchitektur, bei der die LiDAR-Punktwolke als primäre Datenquelle dient und visuelles SfM bei der Datenfilterung hilft.
Die LiDAR-Punktwolke bildet das strukturelle Gerüst der Szene und schränkt die räumliche Verteilung der Gaußschen Punkte ein. Dies trägt zu saubereren und besser strukturierten Modellen bei, insbesondere in Umgebungen, in denen eine rein visuelle Rekonstruktion an ihre Grenzen stößt.
LiDAR liefert zudem das maßstabsgetreue Modell. Die 3DGS-Szene beschränkt sich daher nicht auf die visuelle Darstellung; sie kann mit messbaren Punktwolkendaten verknüpft werden, die während derselben Erfassungssitzung aufgenommen wurden.
Diese Kombination bietet Kunden zwei sich ergänzende Informationsarten:
Unterschiedliche Projekte erfordern unterschiedliche Ergebnisse. Ein Ingenieur legt möglicherweise Wert auf präzise Messungen, während ein Designer oder Kunde eine realistische, leichter verständliche Szene bevorzugt. Pocket 3D unterstützt vier auswählbare Ergebnisse aus einem einzigen Datenerfassungs-Workflow.
Die farbige Punktwolke bietet zentimetergenaue Präzision und eine räumliche 1:1-Rekonstruktion der erfassten Umgebung. Nutzer können Entfernung, Höhe und Fläche direkt entsprechend ihren Projektanforderungen messen.
Es kann die Dokumentation von Baustellen, die Zustandserfassung, die Konstruktionsreferenz, Messungen, Anmerkungen und spätere Analysen unterstützen.
Die 3DGS-Ausgabe präsentiert die Szene mit realistischen visuellen Details. Benutzer können sie aus freien Blickwinkeln erkunden oder vordefinierten Navigationspfaden folgen.
Dieses Format eignet sich besonders gut für Projektpräsentationen, virtuelle Rundgänge, Schulungen, Kundenkommunikation, digitale Archive und immersive Szenenanalysen.
Jedes Panoramabild behält seine Position innerhalb der aufgenommenen Umgebung bei. Benutzer können zwischen den Bildpositionen navigieren und visuelle Informationen bis zu ihrem Ursprung zurückverfolgen.
Dadurch sind die Panoramaaufnahmen für Inspektion, Dokumentation und Projektprüfung besser geeignet als ein Ordner mit unzusammenhängenden 360°-Fotos.
Pocket-3D-Daten können auch in ein leichtgewichtiges Dreiecksnetz umgewandelt werden, das sich für Visualisierung, Bearbeitung und Rendering eignet. Für die Netzverarbeitung ist Software von Drittanbietern erforderlich.
Diese vier Ausgabemöglichkeiten ermöglichen es Kunden, dieselbe Felderfassung in technischen, visuellen und Entwicklungs-Workflows wiederzuverwenden, ohne den gesamten Erfassungsprozess für jedes Ergebnis wiederholen zu müssen.
Verkehrsunfallermittler haben oft nur ein begrenztes Zeitfenster, um den Unfallort zu dokumentieren, bevor Fahrzeuge und Trümmer entfernt und die Straße wieder freigegeben werden müssen.
Mit Pocket 3D kann ein Ermittler den relevanten Bereich ablaufen und in etwa 10 bis 20 Minuten , je nach Größe und Komplexität des Tatorts, eine maßstabsgetreue digitale Aufzeichnung erstellen.
Die zentimetergenaue Punktwolke erfasst Fahrzeugpositionen, Fahrbahnmarkierungen, sichtbare Spuren, umliegende Strukturen und deren räumliche Beziehungen. Die Messungen können auch nach der Räumung des Geländes fortgesetzt werden, wodurch die manuelle Auswahl jedes benötigten Abstands während der Feldarbeit reduziert wird.
Die erfassten Daten können professionelle Ermittlungen und Haftungsanalysen unterstützen, Pocket 3D kann jedoch nicht selbstständig die Unfallursache oder die rechtliche Verantwortung feststellen. Diese Schlussfolgerungen müssen von qualifiziertem Personal unter Berücksichtigung aller erforderlichen Beweismittel und geltenden Verfahren gezogen werden.
In unter Spannung stehenden Umspannwerken und anderen Energieanlagen können Bereiche vorhanden sein, in denen manuelle Messungen aus nächster Nähe schwierig oder ungeeignet sind. Die Bediener benötigen häufig räumliche Informationen, ohne sich wiederholt empfindlichen Anlagen nähern zu müssen.
Pocket 3D ermöglicht es dem Personal, Daten entlang einer geeigneten Route auf dem Gelände zu erfassen. LiDAR erfasst die Strukturgeometrie und erzeugt ein messbares dreidimensionales Modell der Anlagenbereiche und ihrer Umgebung.
Die so gewonnenen Daten können zur Dokumentation von Umspannwerken, zur Entwicklung digitaler Zwillinge, zur Inspektionsplanung, zur Anlagenprüfung und zu nachfolgenden intelligenten Inspektionsabläufen beitragen.
Pocket 3D ersetzt weder elektrische Sicherheitsvorkehrungen noch spezielle Prüfgeräte. Sammelwege und Arbeitsabstände müssen weiterhin den Vorgaben des zuständigen Energieversorgungsunternehmens entsprechen.
Die Dokumentation historischer Gebäude muss oft zwei Zielgruppen dienen. Restauratoren benötigen präzise räumliche Referenzdaten, während Museen, Pädagogen, Besucher und Projektbeteiligte eine visuell intuitive Möglichkeit benötigen, das Gebäude zu erleben.
Wenn Pocket 3D mit einer hochauflösenden Panoramakamera kombiniert wird, kann eine einzige Aufnahmesitzung sowohl eine Punktwolke als auch ein fotorealistisches 3DGS-Modell erzeugen.
Die Punktwolke dient als Mess- und Rekonstruktionsreferenz. Das 3DGS-Modell bewahrt Erscheinungsbild, Farben, Texturen und die räumliche Atmosphäre des Gebäudes für die virtuelle Navigation und die Langzeitpräsentation.
Dadurch verringert sich die Notwendigkeit, komplett getrennte technische und visuelle Erfassungsprojekte am selben Ort durchzuführen.
Innenarchitekten und Sanierungsteams kehren häufig zu einem Objekt zurück, weil bei der ersten Begehung ein Maß nicht erfasst wurde. Manuelle Skizzen und Fotos können es zudem erschweren, die Beziehungen zwischen verschiedenen Räumen und Bauelementen zu verstehen.
Pocket 3D ermöglicht es dem Planer, die bestehende Struktur vor Ort zu scannen und eine maßstabsgetreue Punktwolke zusammen mit einem 3DGS-Modell zu generieren.
Die Punktwolke dient als Mess- und Konstruktionsreferenz, während die 3DGS-Szene dem Team eine visuelle Überprüfung der ursprünglichen Umgebung ermöglicht. Die erfassten Daten können anschließend in kompatible Konstruktionsworkflows integriert und mit den vorgeschlagenen Layouts verglichen werden.
Diese Vorgehensweise reduziert den Messaufwand und liefert sowohl Designern als auch Kunden eine klarere Dokumentation des ursprünglichen Raums.
Pocket 3D ist als offene Lösung und nicht als geschlossenes Betrachtungssystem konzipiert. Erfasste Pose- und Bilddaten können in Modellierungswerkzeuge von Drittanbietern wie COLMAP, MipMap und Postshot exportiert werden.
Entwicklungsteams können die erfassten Daten auch in ihre eigenen Algorithmen integrieren. Da Pocket 3D die Eigenschaften eines Entwicklungskits beibehält, kann es entweder als fertiges Realitätserfassungstool für Endnutzer oder als standardisiertes LiDAR-, Pose- und Panoramadatenerfassungsmodul für Entwickler dienen.
Diese Flexibilität ist relevant für Studios, Forschungsgruppen, KI-Teams, Softwareentwickler und Systemintegratoren, die bereits über eine etablierte 3DGS- oder Modellierungspipeline verfügen.
Der Kaufpreis der Scannerhardware ist nur ein Teil der Gesamtinvestition. In vielen professionellen Systemen können jährliche Lizenzen für Kartierung, Verarbeitung, Schulung oder Ansicht zu erheblichen laufenden Kosten führen.
Pocket 3D beinhaltet Software für Kartierung, Modelltraining und Ergebnisdarstellung mit kostenloser Nutzung und kostenlosen Updates. Für den enthaltenen Software-Workflow fallen keine jährlichen Abonnementgebühren an.
Dies hilft kleinen Studios, freiberuflichen Vermessungsfachleuten, Bildungseinrichtungen, Kreativen und Projektteams, ihre langfristigen Kosten besser abzuschätzen. Auch wiederholtes Scannen wird dadurch praktischer, da Kunden nicht mehr für jedes Betriebsjahr zusätzliche Softwarekosten einkalkulieren müssen.
Für spezielle Projekte können weiterhin Drittanbieteranwendungen für die erweiterte Bearbeitung, Mesh-Verarbeitung, CAD/BIM-Integration oder kundenspezifische Entwicklungen erforderlich sein.
Pocket 3D ist als schnelles, zentimetergenaues Werkzeug zur Realitätserfassung positioniert. Es ist nicht als Ersatz für Totalstationen, Vermessungslaserscanner oder andere Instrumente gedacht, die für millimetergenaue Arbeiten erforderlich sind.
Bei Projekten, die die Überwachung von Strukturverformungen, hochpräzise technische Kontrollen, die Festlegung von Vermessungsgrenzen oder andere regulierte Messungen betreffen, sollten weiterhin die entsprechenden zertifizierten Instrumente und professionellen Verfahren angewendet werden.
Pocket 3D richtet sich an die viel breitere Kundengruppe, die messbare, effiziente und erschwingliche Ergebnisse benötigt, aber keine Präzision auf Millimeterebene erfordert.
Diese klare Positionierung ist eine der Stärken des Produkts. Es versucht nicht, jedes professionelle Vermessungssystem zu ersetzen. Vielmehr richtet es sich an Anwendungsbereiche, in denen Panoramakameras zwar ansprechende Bilder liefern, aber keine ausreichende räumliche Genauigkeit bieten, während High-End-Scangeräte die Genauigkeits- und Budgetanforderungen des Projekts übersteigen könnten.
Pocket 3D eignet sich möglicherweise für:
Vor der Systemauswahl sollten Kunden die benötigte Genauigkeit, die Szenengröße, das Ausgabeformat, die Kamerakompatibilität, den Verarbeitungsworkflow und die Frage, ob das Projekt zertifizierte Vermessungsmessungen erfordert, definieren.
Panoramakameras lösen das Problem, eine vollständige und visuell beeindruckende Ansicht einzufangen. Was ihnen oft fehlt, ist eine verlässliche Positionierung, eine realistische physikalische Größe und eine direkt messbare Geometrie.
Pocket 3D ergänzt diese fehlende räumliche Struktur durch LiDAR SLAM. Sein Lasermodul mit 48.000 Punkten pro Sekunde erfasst die Aufnahmetrajektorie und die Geometrie der Szene, während kompatible Insta360- und DJI Osmo-Kameras Panoramaaufnahmen für die Kolorierung und 3DGS-Rekonstruktion liefern.
In nur einer Sitzung können Kunden farbige Punktwolken, fotorealistische 3DGS-Modelle, pose-getaggte Panoramabilder und Mesh-Ausgaben generieren. Kostenlose Software für Kartierung, Training und Visualisierung gewährleistet einen langfristig zugänglichen Workflow, während die Unterstützung von Drittanbieter-Tools und benutzerdefinierten Algorithmen Raum für die professionelle Weiterentwicklung bietet.
Für Anwender, die zwischen verbrauchertauglichen Panoramakameras und teuren Vermessungsscannern schwanken, bietet Pocket 3D eine ausgewogene Lösung: maßstabsgetreue, zentimetergenaue Realitätserfassung, die tragbar, praktisch und für reale Projekte konzipiert ist.